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Schwarzaer Judoka bekommen Einblick in Sprache des Mutterlands ihres Sports

„Hajimemashite. Boku wa Werufu Shausairu desu. Dozoo yoroshiku.“ Oder auf Deutsch, für die, die mich noch nicht kennen: „Es freut mich, Sie kennenzulernen. Mein Name ist Welf Schauseil. Bitte seien Sie mir gewogen.“ Diese japanische Vorstellung und noch viel mehr konnten am letzten Freitag und Samstag ein gutes Dutzend Personen aus der Judoabteilung des SV 1883 Schwarza und deren Umfeld in einem Japanisch-Schnupperkurs der Kreisvolkshochschule Saalfeld-Rudolstadt lernen.

Angeregt durch Schwarzas Cheftrainer Stefan Giller, der die sehr komplexe japanische Sprache, die von ca. 125 Millionen Muttersprachlern gesprochen wird, selbst seit einiger Zeit erlernt, fanden sich genug Interessierte für diesen Kurs zusammen, der ursprünglich eher stattfinden sollte aber coronabedingt verschoben werden musste, um mit der Sprache des Mutterlands ihres Sports selbst einmal in Berührung zu kommen.

Die Dozentin, Frau Dorit Gropp, die einen sehr sympathischen und kompetenten Eindruck macht, studierte zu DDR-Zeiten Japanologie und war bereits mehrmals persönlich in Japan. Sie erzählte von ihren eigenen, sehr interessanten Erfahrungen mit Japanern und der japanischen Kultur und von ihrer Zeit als Dolmetscherin.

Der wesentliche Kursinhalt bestand in der Vorstellung der japanischen Schrift, die aus den Schriftzeichen „Kanji“ und der Silbenschrift „Kana“ besteht, welche wiederum in zwei Silbenalphabete unterteilt ist – „Hiragana“ und „Katakana“. Die Kanji kommen ursprünglich aus China und werden hauptsächlich für Hauptwörter verwendet, die japanische Alltagssprache kennt ein paar Tausend Kanji. Hiragana werden für grammatikalische Endungen und Partikel benutzt und Katakana z. B. für Fremdwörter und geografische Bezeichnungen. Es existieren jeweils 46 grundsätzliche Hiragana und Katakana. Auch die korrekte Aussprache des Japanischen war logischerweise Thema.

Lernziel der zwei Tage war eine persönliche Vorstellung auf Japanisch, die ich oben bereits angerissen habe (inkl. Nationalität, Alter und Beruf). Jeder Kursteilnehmer konnte diese erfolgreich absolvieren.

Abgerundet wurden die Stunden mit gewinnbringenden Informationen über die japanische Topografie, Geschichte, Kultur, Küche und Mentalität.

Der Schnupperkurs war für alle Teilnehmer eine sehr lohnenswerte Erfahrung und für alle, die Interesse haben, sich mit dieser überaus komplizierten aber um nichts weniger faszinierenden Sprache auseinanderzusetzen, bieten die Kreisvolkshochschule Saalfeld-Rudolstadt und Frau Gropp Anfängerkurse an, die nach der Erfahrung von letzter Woche nur wärmstens empfohlen werden können.

29.06.2020

Welf K. Schauseil

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