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„Trainingsimpulse von aktuellen Topathleten aus Japan“

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Die Corona-Pandemie legt nicht nur das öffentliche Leben, sondern auch den Vereinssport in ganz Thüringen lahm. Darüber wie seine Abteilung und seine Sportler damit umgehen, auf was sie verzichten mussten und wie er die Zukunft sieht, sprachen wir mit dem Cheftrainer der Judoka des SV 1883 Schwarza, Stefan Giller.

 

Herr Giller, die Covid-19-Pandemie traf uns alle relativ unerwartet, so auch den SV 1883 Schwarza. Die Turnhallen sind geschlossen. Seit wann genau findet bereits kein reguläres Judo-Training mehr statt?

 

Das muss Anfang März gewesen sein. Wir haben uns da auf die Landesmeisterschaft der U11 vorbereitet.

 

Liegt der Judo-Sport im Verein gerade brach oder wurden Wege beschritten, alternativ sportliche Beschäftigung zu ermöglichen? Wurden vielleicht seitens der Trainer Anweisungen für zuhause an die Sportler gegeben?

 

Ja, klar! Alle Trainer haben Trainingsimpulse gegeben und die Eltern machen auch gut mit. Schön ist, dass die Judogemeinschaft weltweit ihre Ideen für das Heimtraining postet, sodass wir sogar Trainingsimpulse von aktuellen Topathleten aus Japan aber auch aus Deutschland bekommen. Das ist großartig!

 

Welche geplanten Judo-Maßnahmen mussten wegen Corona abgesagt werden?

 

Ganz bitter war die Absage unseres gemeinsamen Trainingslagers in Sensenstein mit dem Judo-Club Jena. Das hat die Sportler hart getroffen. Aber auch die Meisterschaften, die nicht stattfinden konnten, waren für die Kids sehr traurig. Gerade in meiner aktuellen Trainingsgruppe hatten wir einige Titelanwärter.

 

Werden sie nachgeholt?

 

Vieleicht können wir das in diesem Jahr nachholen.

 

Werden im Rahmen der Krise momentan vielleicht gänzlich neue Freizeitaktivitäten für die Vereinssportler angedacht?

 

Naja, derzeit kann man nicht wirklich planen. Aber sobald wieder etwas Normalität einzieht, werden wir was gemeinsam machen, das ist sicher.

 

Wird das Judo-Training unverzüglich weitergehen, sobald die Sporthallen wieder öffnen?

 

Das ist noch unklar. Wir haben im Judo Vollkontakt bei Training und Wettkampf. Schwer zu sagen, was da erlaubt sein wird.

 

Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Zeit.

 

Rudolstadt, den 29. April 2020; das Interview führte Corona-konform via E-Mail Welf Kerry Schauseil.

 

Foto (Thomas Schauseil): Stefan Giller bei einem der letzten noch durchgeführten Wettkämpfe vor der Corona-Pandemie, dem heimischen Heidecksburgpokal 

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